Einbürgerungszeremonie des Kreises Steinburg

07.10.2018

Neubürger aus 14 Nationen haben jetzt einen deutschen Pass

Kreispräsident Peter Labendowicz (r.) und Landrat Torsten Wendt (hinten, l.) mit den Neubürgern. Foto: mk

Itzehoe (mk) – Erstmals hatte der Kreis Steinburg zu einer feierlichen Einbürgerungszeremonie eingeladen, in deren Rahmen mehr als 20 Menschen aus 14 Nationen die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen worden ist.
Für Landrat Torsten Wendt und Kreispräsident Peter Labendowicz, der die Urkunden an die Neubürger überreichte, habe die Einbürgerungsfeier einen bedeutenden symbolischen Wert, bringe sie doch die Wertschätzung gegenüber den Neubürgern zum Ausdruck.
„Eine Einbürgerung ist nichts Alltägliches und für beide Seiten ein feierlicher Anlass“, freute sich Wendt, nachdem alle Neubürger das feierliche Bekenntnis abgegeben hatten. Mit dem erklärten sie, als deutsche Staatsangehörige das Grundgesetz und die Gesetze des Landes zu achten und alles zu unterlassen, was Deutschland schaden könnte. Die aus Brasilien, Afghanistan, Russland, Litauen, Aserbaidschan, Marokko, Iran, den Philippinen, Chile, Kosovo, Ecuador, Bulgarien, Großbritannien und Mexiko stammenden Männer und Frauen mussten vor ihrer Einbürgerung bestimmte Voraussetzungen erfüllen. „Dazu gehören eine gewisse Mindestaufenthaltsdauer, ausreichende Deutschkenntnisse sowie eine eigenständige Sicherung des Lebensunterhaltes“, erklärte Wendt. „Bringen sie sich in unsere Gesellschaft ein und ziehen sie sich nicht zurück.  Reden und diskutieren sie mit und gestalten Sie unser Land so mit, damit es eine gute Zukunft für unser Land gibt“, appellierte Wendt.
Als Neubürger berichtete Bruno Marschner von seinen Erfahrungen. Der 29-jährige Mitarbeiter der Koordinierungsstelle für Integration beim Kreis Steinburg kam vor elf Jahren nach Deutschland, absolvierte ein freiwilliges ökologisches Jahr und ein Studium und gründete eine Familie. In seiner emotionalen Rede erklärte der gebürtige Brasilianer den Wunsch nach rechtlicher Gleichstellung mit den deutschen Staatsbürgern. „Durch die Einbürgerung fühle ich mich noch verwurzelter in Deutschland.“ Der in Glückstadt lebende Neubürger war der erste, der seine Einbürgerungsurkunde entgegen nehmen konnte. Er sehe die  Einbürgerung als ein starkes Zeichen dafür, dass die Vielfalt in der Gesellschaft gewollt sei. „Ich hoffe, dass wir  alle zusammen ein friedliches Zusammenleben gestalten können – ohne die eigenen Wurzeln zu vergessen oder gar zu verbergen.“

  • Bauen Wohnen

    Bauen Wohnen 2018 39