Baummarderjunge entdecken ihr Revier

10.07.2018

Der Wildpark Eekholt freut sich über den Nachwuchs von vier Baummarderbabys.

Die entzückenden kleinen Marder in ihrem kastanienbraunen, seidigen Fell mit hellbraunem Kehlfleck sind sehr gut von der Besucherplattform aus zu sehen. Foto: Privat

Großenaspe (em) – Der Wildpark Eekholt freut sich über den Nachwuchs von vier Baummarderbabys! Es sind zwei männliche und zwei weibliche Tiere, die am 1. April geboren wurden. Jetzt wurden die Jungen von der Tierärztin untersucht, geimpft und erhielten jeweils einen Chip mit ihren Daten. Die Besucher sollten sich etwas Zeit nehmen und die entzückenden kleinen Marder in ihrem kastanienbraunen, seidigen Fell mit hellbraunem Kehlfleck auf ihren Entdeckungsrunden durch das Gehege beobachten. Sie sind sehr gut von der Besucherplattform aus zu sehen.
Die Jungen verließen Anfang Juni ihre gut geschützte Schlafbox und prüften zunächst zaghaft, immer gut bewacht von Mutter Finja, welche Überraschungen die Welt draußen bereithalten würde. Marder haben scharfe Sinne, gute Ohren, eine feine Nase, und dazu die spitzen Zähne eines Raubtiergebisses.
Für die Aufzucht in der Marderfamilie ist das Weibchen zuständig. Nach fünf Wochen öffnen die Jungen erstmals ihre Augen, werden ungefähr acht Wochen lang gesäugt und verlassen erst dann den Nestbereich. Bis zum Winter bleibt die Baummarderfamilie zusammen, danach sind die Jungen selbstständig und suchen sich in der Natur ein eigenes Revier. Dank seiner kräftigen Krallen beherrscht der Baummarder die Kunst des Kletterns so vollkommen wie keine andere Marderart. Außerdem kann er mühelos bis zu vier Meter springen und die Baumstämme auf- und ablaufen. Er erbeutet sogar die flinken Eichhörnchen. Auf dem Marderspeiseplan stehen Vögel, Kleinsäuger, Insekten, aber auch Obst, Beeren und Nüsse. Insgesamt sind Baummarder etwas leichter, hochbeiniger und flinker als ihr nächster Verwandter, der Steinmarder, der am reinweißen Kehlfleck leicht zu erkennen ist. Baummarder meiden den Menschen, ruhen am Tag und jagen in der Dämmerung oder nachts. Zur Familie der Marder gehören auch die Frettchen, die am Spielplatzbereich zu sehen sind, sowie die quirligen Fischotter. Erst vor kurzem wurde der dritte Teilabschnitt des Ottergeheges eingeweiht, in dem jetzt Otter Lars lebt.

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