Radeln gegen den Blutkrebs

09.02.2018

Ingo und Benjamin Bruhn planen eine über 1.000 Kilometer lange Radtour und möchten dabei Spenden für die DKMS sammeln

Ingo (li.) und Benjamin Bruhn sind jetzt schon dabei, ihre Spenden-Fahrradtour vorzubereiten. Im Sommer soll‘s losgehen. Fotos: Claaßen

Gut gerüstet und auch von hinten deutlich sichtbar: Ingo und Benjamin Bruhn radeln gegen den Blutkrebs.

Wulfsmoor/Neumünster (tc) – Einmal quer durch Deutschland und dann noch weiter bis nach Österreich – was mit dem Auto schon eine ordentliche Strecke ist, ist mit dem Fahrrad erst recht ein Angang. Doch genau das haben sich die Brüder Ingo und Benjamin Bruhn vorgenommen. Im Sommer soll‘s losgehen. Nicht nur aus Lust und Laune, sondern um den Trip mit einem guten Zweck zu verbinden: Über die Onlineplattform betterplace.org sammeln sie Spenden für die DKMS gemeinnützige GmbH.
Die Idee zu einer längeren Fahrradtour entstand bereits 2015. „Aber als wir im April 2016 losfahren wollten, hatten wir Schnee“, erzählt Ingo Bruhn. Also wurde der Plan erst einmal auf Eis gelegt. Als der 32-jährige Wulfsmoorer letztes Jahr das Deutsch-Rock-Festival „Alpen Flair“ in Südtirol besuchte, kam der Gedanke wieder auf. Sein 22-jähriger Bruder Benjamin aus Neumünster war sofort bei der Sache – als es darum ging, die Tour mit einer Spendensammlung für die DKMS zu verbinden, sowieso. Im Training sind beide, auch wenn sie so eine lange Tour noch nie gefahren sind. Beide haben keinen Führerschein und sind deswegen viel mit dem Rad unterwegs. Benjamin als Tischler-Azubi in Neumünster, Ingo mit der nahezu täglichen Fahrt von Wulfsmoor nach Elmshorn, wo er im Sicherheitsgewerbe tätig ist, und zurück. Über ein Fernstudium macht er gerade eine Ausbildung zum Fotodesigner, „bei der Tour werde ich bestimmt einiges vor die Linse kriegen“.
Am 2. Juni soll‘s losgehen, rechtzeitig zum Festivalstart am 20. Juni wollen die beiden Brüder in Natz-Schabs angekommen sein und die über 1.000 Kilometer geschafft haben. Die Route ist ausgearbeitet, die ersten Sponsoren sind an Bord. Übernachtet wird auf Campinplätzen. Und sogar die ersten Spenden sind schon eingegangen. „240 Euro“, freut Ingo Bruhn sich. Bis zu den erhofften 10.000 Euro ist das allerdings noch ein weiter Weg. Die Gelder fließen ausschließlich virtuell über die Online-Spendenplattform; der Stand kann von jedem eingesehen werden, den Link zur Plattform gibt es auf der Seite radeln-gegen-blutkrebs.de.
„Als wir von unserem Plan erzählt haben, fragen schon einige, ob wir denn bescheuert wären“, lacht Ingo Bruhn. „Aber eigentlich war das Feedback durchweg positiv“, ergänzt sein Bruder Benjamin.
Übrigens: Zurück fahren die Brüder aber mit der Bahn oder per Fahrgemeinschaft im Auto.

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